Der Prager Frühling
Auteur : Martin Schulze Wessel
Date de publication : 2018
Éditeur : Reclam
Nombre de pages : 323
Résumé du livre
Der Osteuropahistoriker gibt auf breiter Quellengrundlage einen Überblick über die geistigen Grundlagen und den Ablauf des "Prager Frühlings". Der hoffnungsvollen Entwicklung in Richtung Demokratie und Marktwirtschaft setzte die Intervention der Warschauer-Pakt-Staaten im August 1968 ein Ende. Rezension: Zum nach 50 Jahren wieder medienrelevanten Gedenken an "1968" gehört auch das an den "Prager Frühling", zu dem nach Erinnerungen prominent Beteiligter wie A. Dubcek (1993), Z. Mlynár (1988) und O. Sik (1988) die letzte grosse Darstellung 1995 erschienen ist (J. Pauer, 1996; der Tagungsband "Prager Frühling", 2 Bände, Köln 2008). Der in München Osteuropäische Geschichte lehrende Historiker bietet auf breiter Quellengrundlage einen sehr sachkundigen, lesbar geschriebenen aktuellen Überblick. Nach ausführlicher Behandlung der geistigen Voraussetzungen, der Abrechnung mit dem Stalinerbe der 1950er-Jahre, der weltweiten Studentenproteste, der Programmschriften für Demokratie und Marktöffnung, schildert er detailliert, wie im Zuge demokratischer Radikalisierung die überkommene Führungsrolle der Partei zunehmend erodierte, bis schliesslich die Warschauer-Pakt-Staaten dem ein gewaltsames Ende setzten. Einige Textabbildungen, Bibliografie, Personenregister. Für Geschichtsinteressierte mit Vorkenntnissen. (2-3)