Die Einführung des Euro unter den Gesichtspunkten vertraglicher und geldrechtlicher Kontinuität
Auteur : Britta Uhl
Date de publication : 2003
Éditeur : Logos-Verlag
Nombre de pages : 378
Résumé du livre
Seit dem 1.3.2002 ist der Euro die ausschliessliche Wahrung der europaischen Teilnehmerstaaten. Seine Einfuhrung bewirkte, dass alle bestehenden in nationalen Wahrungen denominierten Schuldverhaltnisse in Euro umzurechnen waren. Diese Umrechnung ist durch das europaische Geldrecht angeordnet. In den uberwiegenden Fallen wird sie keine vertraglichen Probleme hervorrufen. Bei einigen Vertragsgestaltungen, die im zivilrechtlichen Teil der Arbeit illustriert werden, erleidet aber eine Partei durch die Umrechnung einen wirtschaftlichen Nachteil und wird somit an einer Vertragsanderung oder Vertragsaufhebung interessiert sein. Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Vertragskontinuitat, also der Frage, ob eine Partei infolge des Wahrungswechsels einseitig ein bestehendes Vertragsverhaltnis beenden kann. Diese Frage wird fur das englische und deutsche Recht anhand exemplarischer Beispielsfalle analysiert. Die Wahl des englischen Rechts erfolgt, obwohl die Briten nicht an der Wahrungsunion teilnehmen, weil nach diesem Recht zahlreiche internationale Vertrage geschlossen werden. Da die mit der Wahrungsunion verbundenen Rechtsanderungen keine zivilrechtlichen, sondern geldrechtliche sind, erfolgt zunachst eine Analyse der eingetretenen geldrechtlichen Anderungen. Sie erfolgt unter Berucksichtigung okonomischer Perspektiven, denn eine Wahrungsunion ist in erster Linie ein okonomischer Vorgang. Wenn aus okonomischer Sicht die Wahrungsunion Wertkontinuitat gewahrleistet, dann wird sich dieses auch in zivilrechtlichen Rechtsbeziehungen fortsetzen. Greift die Wahrungsunion in bestehende Werte ein, dann sind zivilrechtliche Auswirkungen in Betracht zu ziehen.